FREITALER NAZITERRORGRUPPE HATTE UNTERSTÜTZUNG AUS DER SÄCHSISCHEN BEREITSCHAFTSPOLIZEI

Infos über Ort und Dauer der Einsätze wurden übermittelt +++ Zunächst keine Ermittlung von Polizei & Staatsanwalt +++ Anzeige erst durch “Verfahrensbeteiligte”

“Das Problem ist – ein Drittel der sächsischen Polizisten sind Nazis.” behauptete Sascha Lobo im September in einem Gespräch mit einem Polizeifunktionär erfahren zu haben. Ob das Verhältnis so stimmt, wie der Polizist vermutet oder gar noch erschreckender aussieht, soll an dieser Stelle nicht erörtert werden und verliert als Detail an Relevanz, wenn wir den Blick auf die Rechnung sächsischer Zustäde anschauen.
In seiner Zeugenaussage vom Dezember 2015 bekannte Busfahrer und Naziterrorist Timo Schulz, dass sein Komplize, der Pizzabote Patrick Festing von der Bereitschaftspolizei Informationen bekommen habe, wo die Polizisten im Einsatz seien und wie lange sie für diesen noch brauchten. Es gab also mindestens einen Terrorhelfer in der sächsischen Polizei.
Trotz Telefonüberwachung, Hausdurchsuchungen und frühen Kontakten des Verfassungsschutzes zu einem der Mitglieder der Gruppe gibt es bisher keine Belege für die Zusammenarbeit. Bezeichnender noch: Trotz Ermittlungszwanges durch das sogenannte Legalitätsprinzip wurde nach dieser Aussage zunächst keine Ermittlung aufgenommen, der Polizeiflügel der Freitaler Gruppe also in den Ermittlungen gedeckt. Erst im April 2016, fünf Monate nach der Zeugenaussage und somit dem Wissen von Polizei und Staatsanwaltschaft über die polizeiliche Unterstützung der Terrorgruppe wurde ein Verfahren eröffnet. Laut des Artikels von “Verfahrensbeteiligten”.

Wir fassen zusammen: Mindestens ein sächsischer Polizist arbeitete mit der Freitaler Gruppe zusammen, deren Ziel es war mit Sprengstoffanschlägen auf Asylunterkünfte, sowie Wohnungen, Büros und Fahrzeuge ihrer politischen Gegner_innen ein „Klima der Angst“ zu erzeugen. Als das in einem Zeugengespräch auffliegt, wird durch die Verhörenden Beamten keine Anzeige gegen ihren Kollegen erhoben.
Dieses Vorgehen lässt sich nur als arbeitsteilige Zusammenarbeit beschreiben.

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