Gewalttätiges Schweigen in Polenz und Arnsdorf

▶In Polenz und Arnsdorf bedrohen Nazis Zeug*innen, Lokalpolitiker*innen und selbst einen Staatsanwalt.

Nachdem bereits ein Staatsanwalt des Prozesses gegen die Bürgerwehr aus #Arnsdorf, die einen Geflüchteten aus einem Supermarkt zerrten und dann mit Kabelbindern an einen Baum fesselten, bedroht wurde, sind nun weitere Vorfälle bekannt geworden. Mitglieder des Motorradclubs Road Eagles, zu denen auch der Angeklagte Bernd Götz gehört, setzten sich nach dem Freispruch erstmal in den Gemeinderat und bedrohten die Bürgermeisterin und die Lokalpolitiker der Fraktion Buntes Arnsdorf. “Wir wissen, wo ihr seid.”

http://www.sz-online.de/nachrichten/arnsdorf-bleibt-zerrissen-3682745.html

Im Neustädter Stadtteil #Polenz kam es im Juni 2016 im Rahmen des Sommerwendfestes wieder mal zu rassistischen Angriffen. Dieses Mal sind allerdings drei Männer wegen gefährlicher Körperverletzung bzw. einer wegen versuchten Mordes. Sie hatten nach früheren Zeug*innen-Aussagen mehrfach “Sieg Heil” gebrüllt und Menschenjagd betrieben. Mindestens 3 Attackierte fielen ihnen zum Opfer, schlugen auch auf Niedergestreckte weiter ein. In einem Fall wohl mit einem Bierkrug, weswegen nun auch wegen versuchten Totschlags ermittelt wird. Nun wo es zur Anklage kommt, fehlen allerdings die Zeugen: “Zeugen, die in Polizeivernehmungen kurz nach der Tat viele Details nannten, machen nun mit teils kuriosen Begründungen geltend, sich nicht mehr erinnern zu können.” Am herausragendsten sicherlich der Soldat Christian S. Auf drängende Fragen des Gerichts entgegnete er mit Sätzen wie: „Ich weiß nicht einmal, was ich vorgestern gegessen habe“ oder „Ich interessiere mich nicht für Menschen“.

http://www.sz-online.de/nachrichten/richter-verdutzt-ueber-schweigende-zeugen-3681142.html
http://www.sz-online.de/sachsen/der-rumaene-ist-gar-keiner-3682922.html

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