Demonstration “In Gedenken an Khaled Idris Bahray”

In Gedenken an Khaled Idris BahrayKhaled Idris Bahray wurde in der Nacht auf den 13. Januar in Dresden erstochen. Am Dienstag Morgen wurde er im Hof der Wohnanlage, in der er lebte, tot aufgefunden. Sein Körper war blutüberströmt, dennoch leugnete die Polizei zunächst, dass es eine Fremdeinwirkung gegeben habe. Es brauchte erst die Obduktion am folgenden Tag, damit die Behörden bestätigten, was seine Mitbewohner_innen und Freund_innen von Anfang an gesagt hatten: Khaled Idris Bahray wurde ermordet. Seine Mitbewohner_innen und Freund_innen hatten sich bereits am Abend Sorgen gemacht, sie hatten sich aber aufgrund der laufenden Pegida-Demonstration nicht aus dem Haus getraut, um nach ihrem Freund zu suchen. Bereits bei vorherigen Aufmärschen von Pegida war gegen die Tür der Unterkunft getreten, mehrfach waren rassistische Parolen gerufen worden. Aufgrund dieser erlebten Bedrohungen gingen sie von Anfang an von einem rassistischen Mord aus.

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Forderungen Dresdner Refugees

*** for more information: https://www.remembering-khaled.org/ ***

ኣብ ከተማ ደሪስደን ኣብ ስደተኛታት ወሪዱ ዘሎ ጸገማት:
Forderungen Dresdner Refugees und Freund_innen von Khaled:

“Die meisten Menschen in Dresden haben eine negative Sicht auf Refugees. Sie gehen gegen Geflüchtete vor, indem sie Flaschen auf ihre Köpfe schlagen oder ihren Mittelfinger zeigen. Und am 12.01.2015 ist dem jungen Eritreer Khaled Idris die schändliche Tat geschehen. Er hat uns verlassen. In diesen Tagen sind alle Geflüchteten ängstlich und angespannt. Also brauchen wir als Refugees Lösungen für unsere Sicherheit. Wir stellen folgende Forderungen:

1) Wir wollen wissen, was Khaled passiert ist und fordern eine gerechte Bestrafung der Mörder.

2) Wir fühlen uns nicht sicher, in Dresden zu leben, weil viele Eritreer*innen hier Probleme haben. Wir haben Verständigungs-Probleme, also brauchen wir Übersetzer*innen zwischen Deutsch und Tigrinya

3) Ein Teil der Dresdner Bevölkerung akzeptiert hier lebende Refugees nicht und demonstriert jeden Montag. Wenn wir hier also nicht willkommen sind, müssen wir woanders hin ziehen, wo es für uns sicher ist.”

DRESDEN: SAMSTAG // 15 UHR // ALBERTPLATZ
BERLIN: SONNTAG // 14 UHR // HERMANNPLATZ