Antisemitismus als Nebenwiderspruch? Zur Bündnisfähigkeit israelfeindlicher Positionen in der radikalen Linken

Wir unterstützen den Text der Gruppe Subcutan und ihrer Freund*innen zur Bündnisfähigkeit israelfeindlicher Positonen in der radikalen Linken am aktuellen Beispiel der Zusammenarbeit der IL Berlin mit FOR Palestine und BDS.

Der Antisemitismus ist im Antizionismus enthalten
wie das Gewitter in der Wolke
Jean Améry

Am diesjährigen Bündnis zur Vorbereitung der Berliner Revolutionären Demonstration zum 1. Mai nahmen neben der Interventionistische Linke Berlin und anderen Zusammenschlüssen aus dem antifaschistischen und internationalistischen Spektrum auch die Gruppen „For One State and Return in Palestine“ (FOR-Palestine) und „Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen“ Berlin (BDS) teil. Diese vertreten eindeutig antisemitische Positionen. Continue reading

Es gibt Deutschland nicht ohne Rassismus

Ein Debattenbeitrag in der DISKO der Jungle World zur deutschen Willkommenskultur,
in Nr. 39/2015.

disko_bildDass die Begeisterung für ein „Sommermärchen der Solidarität“ mit all seinem Nationalstolz, all seinem Mangel an Reflexion und all seinem Zynismus („Die Welt zu Gast bei Freunden!“) kritisiert werden muss, haben mittlerweile unterschiedliche Stimmen sowohl in linken wie auch Mainstream-Medien betont. Auch wenn die unmittelbare Unterstützung der Geflüchteten mit Nahrung, Kleidung und Ablenkung vom Alltag in den meisten Fällen eine humanitäre Notwendigkeit darstellt, ist sie allein keine adäquate politische Antwort auf die heutigen Zustände. In den bisherigen Äußerungen zum zweiwöchigen „Sommermärchen“ kam die Frage nach der Positionierung bezüglich dieses Ausbruches der Begeisterung für Geflüchtete zu kurz.

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Freitaler Geruch – von Café Morgenland

FYI: Dieser Text enthält krass rassistische und menschenverachtende Zitate. Wer sich das nciht geben kann und/oder möchte, sollte das wissen.

Bevor wir in die Diskussion einsteigen, ist es unabdingbar, den Rahmen abzustecken, in dem sich die Rede hier bewegen wird. Und wer kann es besser wiedergeben, als die Freitaler und -innen selber? Wir wollen uns nicht vorwerfen lassen, wir würden die „Sorgen der Menschen“ in diesem Land nicht ernst nehmen. Daher sollen einige wenige (von den tausenden) ihrer Äußerungen hier zitiert werden, allesamt aus dem Blog „Perlen aus Freital“, eine Ansammlung von deren „Sorgen“, entnommen.

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